Wem genug zu wenig ist.....
Zurück zum richtigen Maß!
Blog von Hans-Peter Buttenmüller
Heute aktuell: Zum richtigen Maß
Das derzeit meistgebrauchte Nachrichten-Schlagwort ist "Wachstum"! Die meisten von uns haben zwar mehr als genug für ein gutes Leben ohne materielle Not. Doch das reicht uns mehrheitlich offenbar nicht. Ständig soll es noch mehr sein. Bleibt auch nur ein Jahr lang das Wachstum bei Umsatz und Gewinn aus bricht bei der Politik und in den Unternehmen Hysterie und Panik aus.
Angeblich funktioniert unser Wirtschaftssystem nur bei ständigem Wachstum. Wenn wir nicht immer mehr produzieren und konsumieren sinkt unser Wohlstand. So wird es uns erzählt. Demnach gehen Arbeitsplätze und Kaufkraft verloren. Steuereinnahmen bleiben aus. Unser Geld- und Finanzsystem wird zusammenbrechen. Ohne ständiges Wirtschaftswachstum müssten wir alle "zurück in die Höhlen!"
So sehen es die meisten Ökonomen und wir Konsumenten verhalten uns danach. Wir kaufen Dinge die wir gar nicht wirklich benötigen oder die wir auf nachhaltige Weise gleichwertig ersetzen könnten. Sobald es etwas Neues gibt werfen wir noch völlig Intaktes achtlos weg! Wir leben mehrheitlich in einer Zeit der sinnlosen Verschwendung und der maßlosen Übertreibung!
Durch diese Wachstums-Gläubigkeit schaufelt sich die Menschheit ihr eigenes Grab! Je mehr wir produzieren und konsumieren um so schneller gehen die Rohstoffe zur Neige. Die dabei freigesetzten Schadstoffe vergiften die Umwelt. Je mehr Wachstum wir erzeugen um so größer wird das Maß der Zerstörung!
Durch diesen ökologischen Raubbau überfordern wir die Regenerationsfähigkeit des Planeten! Nichts weniger als der Bestand der Menschheit gerät dadurch in Gefahr. Der Menschen-gemachte Klimawandel wird bei einem "Weiter-so" das menschliche Leben auf der Erde auslöschen!
Daraus ergibt sich für mich nur eine einzige Alternative: Wir müssen unsere Lebensweise ändern! Statt immer mehr zu fordern müssen wir künftig mit deutlich weniger zufrieden sein. Der Begriff Wohlstand darf nicht mehr nur an Einkommen, Vermögen und Status festgemacht werden. Ein Höchst-Maß an Nachhaltigkeit muss als Lebensziel anerkannt und als Ausdruck von Erfolg und Leistung gesehen werden.
Ich bin überzeugt: Ein gutes auskömmliches Leben ist auch innerhalb der unverrückbaren ökologischen Grenzen möglich! Alternativen zu dem zerstörerischen Wachstums-Fetischismus werden bereits durch namhafte Wissenschaftler erforscht und vorgestellt! Die Fakten liegen also auf dem Tisch! Wir müssen sie nur endlich zur Kenntnis nehmen und unser eigenes Leben danach ausrichten!
Über Wege zu einer veränderten Lebensweise denke ich seit vielen Jahren intensiv nach! Als im Jahr 1950 Geborener kenne ich die Entwicklung aus der Beengtheit der Nachkriegszeit bis zum materiellen Übermaß heute aus eigenem Erleben. Mir ist zutiefst unwohl bei den vielfach überzogenen Ansprüchen und Forderungen, die heutzutage ungeachtet der eigenen persönlichen Leistung erhoben werden!
Ich bin bestimmt kein Esoteriker. Auch will ich ganz bestimmt nicht zurück in die Höhlen. Die neue Zeit hat auch viele Verbesserungen gebracht! Doch mein Verstand sagt mir dass es "so wie bisher" nicht weitergehen kann! Wir müssen zurück finden zu ökologischer Nachhaltigkeit! Je früher wir uns auf diesen Weg begeben und je eher wir umkehren um so schneller und sicherer werden wir das Ziel erreichen!
Hans-Peter Buttenmüller
