Guten Tag!

Der weite Weg zurück!

Nachhaltigkeits-Blog

von 

Hans-Peter Buttenmüller

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

mit Eintritt ins Rentenalter im Jahr bin 2013 bin ich nach und nach zu der Erkenntnis gekommen dass unsere westliche Lebensweise auf Dauer nicht durchzuhalten ist. Ein auf immerwährendes Wachstum angelegtes Wirtschaftskonzept für einen begrenzten Raum muss irgendwann an seine Grenzen stoßen! 

Wir Menschen verbrauchen seit 100 Jahren und länger mehr Ressourcen als auf natürliche Weise wieder nachwachsen. Wir emittieren zu viele klimaschädliche Treibhausgase und wir produzieren mehr Abfälle als durrch die natürlichen Senken absorbiert werden können.

Mein Gefühl sagte mir schon wesentlich früher dass wir mit unserer Sucht und Gier nach Mehr und immer noch Mehr auf dem falschen Weg sind! Schon lange zuvor registrierte ich den fortschreitenden Klima-Wandel. Die vielen Umwelt-Skandale nahm ich mehr oder weniger achselzuckend zur Kenntnis. Die von der Atomkraft ausgehende Gefahr war mir spätestens seit der Havarie von Tschernobylsehr bewusst.

Doch was sollte ich dagegen tun? Ich war durch berufliche Selbständigkeit, Hausbau, mehrfach auftreten-de Erkrankungen, durch vielfältige ehrenamtliche Tätigkeiten derart in Anspruch genommen dass mir so-wohl die Zeit als auch die mentale Kapazität dazu fehlten. Auch war es lange Zeit nicht so dass ich mir ein nachhaltiges Leben überhaupt leisten konnte. Über weite Strecken musste auch ich mich möglichst billig versorgen. Das funktioniert halt z.B. nur mit dem Billig-Einkauf beim Discounter.

Das sind keine Ausreden. Das war so und so geht es bestimmt auch heute noch vielen Menschen. Zu einem nachhaltigen Leben gehört auch eine ausreichende materielle Ausstattung. Daher kritisiere ich keine alleinerziehende Mutter wenn sie bei Aldi zu den Billig-Produkten greift! Sie muss zusehen dass sie ihre Kinder satt bekommt. Das gilt auch für die Kleinst-Rentnerin die von ihrer Mini-Rente noch ein kleines Weihnachtsgeschenk für ihre Enkel zusammensparen will. 

Nachdem ich mich freigeschwommen hatte und über mehr Zeit zum Nachdenken verfügte wurde mir bewusst, wie unnatürlich unsere Systeme funktionierten! Themen wie Natur, Umwelt, Artenschwund, Klima rückten bei mir zunehmend in den Vordergrund. Ich fragte mich immer öfter warum dies oder jenes so sein muss wie es ist. 

Brauchen wir Autos mit 300 PS? Müssen wir mit 200 kmh über die Autobahnen brettern? Benötigen wir pro Person über 50 m² Wohnraum? Müssen wir zwei Mal im Jahr in den Urlaub fliegen? Müssen wir jede noch so kurze Strecke mit dem Auto fahren? Brauchen wir 3.000 verschiedene Brotsorten? Angesichts der zunehmend desaströser werdenden Entwicklung stellten sich mir solche Fragen immer drängender.

Gleichzeitig wurde mir die soziale Ungleichheit in der Welt bewusst! In Deutschland leben 156 Milliardäre. Würden die angemessene Steuern zahlen könnte die Alleierziehende nachhaltige Produkte kaufen und ihr Kind auf eine der Begabung entsprechende Schule schicken. 

Milliardäre können ihr Vermögen niemals mehr aufbrauchen. Sie entziehen dem Kreislauf jedoch immer mehr Geld. Sie werden ohne aktive Gegenleistung immer reicher und sie machen dadurch die Ärmeren immer ärmer. Da können diese sich noch so sehr anstrengen. Das ist die Wahrheit und kein Sozial-Neid.

Diese Erkenntnisse reiften bei mir nicht von heute auf morgen. Das dauerte! Doch Zug um Zug wurde mir klarer dass unsere westlich geprägte Welt nicht zukunftsfähig sein kann! Unsere  Systeme werden früher oder später in sich zusammenbrechen! 

Als Ergebnis meiner Beobachtungen bemühenahm ich mir vor, meine eigenen Verhältnisse so weit wie mir möglich nachhaltig zu gestalten. Damit bin ich noch lange nicht am Ziel. Auch bei mir gibt es noc viel Luft nach oben. Doch ich sehe mich auf dem Weg!

Meine Hoffnung ist dass sich möglichst viele Menschen ebenfalls auf den Weg machen. Der Weg zurück ist mühsam und steinig. Er wird Opfer erfordern und so manchen erschöpft am Wegesrand zurücklassen. Doch der Weg ist alternativlos! Wir müssen zurück zu ökologisch und ökonomisch tragfähigen und sozial gerechten Verhältnissen! 

Das ist meine feste Überzeugung! Mit diesem neuen Blog will ich möglichst viele Mitstreiter zum Mitgehen ermuntern!

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